Weiter unterwegs auf den Philippinen (Teil 2)

Begrüße!

Hier der zweite Teil zum Urlaub auf den Philippinen. Diesmal mit gefühlt mehr Bildern als Text!

Nach der einen Nacht in Port Barton ging es nächsten Tag weiter in Richtung El Nido, quasi der Touristenhochburg auf Palawan.El Nido ist eine kleine Stadt, die vor allem wegen der Felsen, Buchten und Strände direkt bei El Nido und vor allem in der Bacuit Archipelago, welche in kurzer Zeit mit dem Boot erreichbar ist, bekannt ist. Leider ist es so beliebt, dass die komplette Wasserfront von El Nido so zugepflastert, dass es bei Flut quasi keinen Strand mehr gibt und die Hotels, Restaurants etc. quasi schon im Wasser stehen. Recht hübsch ist es aber auf jeden Fall trotzdem!

Nach einem ruhigen Tag nach der Ankunft hatte ich Sophie überredet auf einem der Felsen „wandern“ zu gehen. Es war dann aber eher Klettern im Dschungel. Die Felsen waren steil, scharf und irgendwie komplett anders als jede Art von Felsen, auf der ich zuvor wandern/klettern war. Die Aussicht auf dem Gipfel war dann auch richtig stark!

Einen Tag später hatten wir Insel Hopping gebucht. Quasi die Hauptattraktion in El Nido. Mit dem Boot werden Buchten und Strände angefahren. Die Buchten und Strände waren dann mindestens genauso schön, wie ich sie mir dank der Bilder auf Google Images vorgestellt hatte. Leider war es doch relativ touristisch und ziemlich gut besucht. Aber das war eigentlich nicht so wild. An den meisten Orten, an denen man mit dem Boot anhielt, konnte man gut Schnorcheln gehen. Das war wunderbar!

Am Abend nach dem Insel Hopping waren wir noch in einer Bar in El Nido. Dort haben wir Andre getroffen! Den übermäßig gesprächigen Deutschen, den ich zusammen mit Phil in dem Hostel in Seoul getroffen hatte. Er war 3 Monate in Asien reisen und verbrachte davon 5 Wochen in El Nido. Und er hat quasi wieder den ganzen Abend geredet. Unter anderem weiß ich jetzt dass der Tee in Taiwan besser und günstiger ist als in China! Und noch viel mehr!

Nach 5 Nächten in El Nido wollten wir dann weiter mit dem Boot nach Coron. Das war dann im Endeffekt der größte Fehler des Urlaubs! Es sollte 8 Stunden dauern. Über das offene Meer. Uns wurden Bilder von einem großen Boot mit komplett abgeriegeltem Innenraum und Sonnendeck gezeigt. Läuft, dachten wir. Das Boot war dann aber nicht viel größer als die, mit denen wir zum Insel Hopping gefahren sind (hier ein Bild). Im Endeffekt waren wir wegen Gegenwind 11 Stunden unterwegs. Auf einer unbequemen Holzbank. Bei der Fahrt auf die Welle sah man quasi nur Himmel. Bei der fahrt von der Welle nach unten sah man keinen Horizont mehr, sondern nur Wasser. Bei starken Wellen. Spätestens nach der Hälfte der Fahrt tat der Hintern wegen der Kombination aus Wellen und Holzbank unheimlich weh. Zudem war der Innenraum nur mit Planen abgeschlossen. Alle 5-10 Minuten bekamen wir wegen unserem Arschplatz also eimerweise Wasser ab, wenn einen Welle wieder ins Boot schwappte. Mit dem Fahrt und Gegenwind wurde das mit der Zeit dann doch recht kühl und sehr unangenehm. Nach 3 oder 4 Stunden Fahrt haben wir dann einen anderen Platz am Ende des Bootes gefunden. Dort wurden wir nicht mehr von vorne nass, sondern nur noch am Rücken. Immerhin! Ein Highlight war auch das servierte Mittagessen. Es gab kalten Reis mit kaltem Curry. Wegen den Wellen und dem Gegenwind wurde das Essen aber meist vom Löffel geblasen und im Boot verteilt. Wenigstens blieb das wenige Essen das es bis zum Ziel geschafft hat dann auch drin und Sophie und ich überließen das seekrank sein ein paar anderen auf dem Boot.

Am ersten Tag in Coron musste ich dann erstmal direkt zum Arzt. Ich war seit dem ersten mal Schnorcheln im Secret Paradise Resort nämlich quasi taub auf dem linken Ohr. In Coron gab es aber zu dem Zeitpunkt leider nur einen Arzt, die anderen waren auf einer Fortbildung. Und dieser Arzt war ein Frauenarzt. Ich saß also ca. 2 Stunden mit lauter schwangeren Frauen (und Sophie) im Wartezimmer. Der gute Mann hat mir dann ins Ohr geschaut und meinte es sei nicht entzündet. Obwohl ich meinte ich hätte keine Schmerzen hat er mir 2 Schmerzmittel verschrieben. Beide ohne Packungsbeilage und abgezählt. Eines davon ist im Großteil der Welt mittlerweile verboten und wurde früher als Ersatz für leichten Opium Einsatz eingeführt. Bitte was? Zusätzlich hat er mir noch ein Mittel gegeben um den Schleim bei einer Erkältung zu lösen. Grandios! Ich habe das Zeugs dann nicht genommen und quasi ausgehalten, bis ich zurück in Korea bin. Hier war ich mittlerweile bei einem HNO und alles ist wieder wunderbar. Ich kann Frauenärzte auf den Philippinen also nicht uneingeschränkt empfehlen!

In Coron waren wir dann wieder auf einer Insel Hopping Tour mit Schnorcheln und Co! Ebenfalls schön! Am Tag vor der Abreise waren wir noch bei den Maquinit Hot Springs außerhalb von Coron. Bei Außentemperaturen von über 30° war es irgendwie komisch in noch heißeres Wasser zu steigen.

Und dann war der Urlaub auch schon wieder vorbei! Über den kleinsten Flughafen, den ich jemals gesehen hatte – es gab noch nichtmal Metalldetektoren oder Gepäckscanner, alles wurde manuell durchsucht – ging es zurück nach Manila. Nachdem Sophie eingecheckt hatte musste ich noch 10 Stunden auf meinen Flug warten und war dann um 6 Uhr morgens zurück in Korea.

Zu guter Letzt noch ein paar Bilder, die ich beim Schnorcheln über den Urlaub verteilt gemacht habe. Ich hatte für die gute alte Digicam eine Hülle gekauft um Unterwasser Bilder machen zu können. Und ich war schon ein bisschen überrascht, dass das doch recht gut funktioniert hat!

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4 Antworten auf Weiter unterwegs auf den Philippinen (Teil 2)

  1. Dino sagt:

    Reisen bildet- Besuche beim Frauenarzt mit Freundin sind eine sehr lebenspraktische und wichtige Erfahrung- ich weiß, du ignorierst diesen Kommentar wieder.

    • Basti sagt:

      Es wundert mich, dass Du an der Vorstellung von mir mit Freundin beim Frauenarzt Freude hast.

  2. Hondsen sagt:

    Eigentlich poste ich hier nur was wegen den herausfordernden Matheaufgaben (Diesmal: 8 x eins hat mich schwer beschäftigt)…Spaß beiseite…auch die zweite Fotostory ist sehr ansehnlich! Schade dass Du die Zeit mit nur einem funktionierenden Ohr erlebt hast…

    Grüße und denk an die Saugrillung! vielleicht hast Du dir vom einheimischen Phillipiner(? sagt man das so ?) was abschauen könnnen :-)

    Honds

    • Basti sagt:

      So schlimm war das Ohr eigentlich nicht. War eine super Ausrede, wenn ich Sophie mal wieder nicht zugehört habe.

      Haha! Unsere Saugrillung war mit das Erste woran ich gedacht habe, als wir das Spanferkel gesehen haben! Tipps von den Filipino Chefgrillern habe ich mir leider keine geholt.

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