Feierei und Desinteresse an Nordkoreas Drohungen

Begrüße!

Die letzte Woche selbst war wieder wie immer in letzter und wohl auch nächster Zeit. Arbeit, Uni und Masterarbeit. Gereist wird wohl vor der Abgabe der Arbeit nicht mehr. Dafür gab es am Freitag Abend beim Weggehen wieder ein wenig Abwechslung! Ich war ja eigentlich schon auf dem Weg ins Bett, weil ich am Donnerstag Abend bereits relativ lange mit ein paar Freunden vom Fußball bei einem Pub Quiz war. Aber um viertel nach 9 bekam ich einen Anruf von einem koreanischen Freund. Dann bin ich halt doch in die Stadt!

Wir waren eine Gruppe von 2 Koreanern, 2 Amerikanern und mir. Der Abend verlief dann etwas schleppend. Einer der Amerikaner und einer der Koreaner wollten dann unbedingt Mädls aufreißen und haben 2 Mädls an einem Tisch gefragt, ob sie sich zu ihnen setzen dürfen. Durften sie. „So etwas habe ich noch nie erlebt! Ein komplett neue Welt ist das für mich!“. Meinte der sichtlich beeindruckte andere Koreaner, Michael, als Reaktion auf diese Art des Kennenlernens des anderen Geschlechts. Schon ein bisschen knuffig! Ich habe leider vergessen nachzufragen, wie man hier denn normalerweise Frauen kennenlernen würde. Das wäre dann für mich wahrscheinlich eine komplett neue Welt! Da mir das ein bisschen zu blöd war habe ich mich mit Michael an die Bar verzogen, wo wir noch ein paar Leute vom Fußball (ja, die sind jetzt überall!) getroffen haben und 2 Amerikanerinnen kennengelernt haben. Als ich nach einer Weile wieder den anderen, liebestollen koreanischen Freund getroffen habe, war der vollkommen fröhlich und hat mich euphorisch in die Luft gestemmt. Möglicherweise weil er sich zu den Frauen an den Tisch setzen durfte. Verrückt ist das hier!

Seine Freude währte dann aber nicht besonders lange. Auf dem Weg in eine weitere Bar hat er sich fast mit einem Kasachen geprügelt. Währenddessen haben sich die Frauen, die er kennengelernt hatte, verzogen. In der neuen Bar hat er dann sein Handy verloren (zum 2. Mal, als ich mit ihm unterwegs war – n kleiner Luis ist er!). Auch der Kasache war irgendwann in der zweiten Bar. Dort habe ich ihn auf der Toilette getroffen. Ich pinkelte neben ihm. Er bröckelte neben mir. Auf der Toilette ohne Privatsphäre. War sehr interessant. Den restlichen Abend hatte ich aber dennoch recht viel Spaß mit Menschen vom Fußball, Michael und den zwei Amerikanerinnen.

Über die politische Lage in Nord- und Südkorea macht sich hier währenddessen niemand einen Kopf. Sowohl Koreaner als auch Ausländer sind der Meinung, dass Nordkorea nur bellt, aber nicht beißt. Um die Kriegsrhetorik aus dem Norden schert sich also niemand (zumindest keiner von denen, mit denen ich mich unterhalten – die Medien verstehe ich ja nicht, meine Einschätzung ist also wohl eher nicht so repräsentativ). Nordkorea droht seit Jahren immer und immer wieder, ohne dass den Drohungen wirklich Taten folgen. Es gab zwar immer wieder Zwischenfälle, die haben aber nichts mit dem „gnadenlosen Krieg“ zu tun, von dem Nordkorea spricht. Angeblich häufen sich nach der Wahl einer neuen Regierung in Südkorea auch regelmäßig die Drohungen aus dem Norden, um Grenzen auszutesten. Das passt also auch ins Muster, da in Südkorea Ende letzten Jahres eine neue Regierung gewählt wurde. Da auch China nicht mehr hinter Nordkorea steht ist auch fraglich, ob Nordkorea sich tatsächlich einen Alleingang zutrauen würde. Laut amerikanischen Medien sind auch keine tatsächlichen Kriegsvorbereitungen im Land sichtbar.

Eine der Amerikanerinnen vom Freitag studiert noch dazu Nord Koreanistik (ja das gibt es wirklich – wenn sie mich nicht veräppelt hat). Und sie lebt auch noch ruhigen Gewissens hier. So nämlich!

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Beginn des letzten Semesters

Begrüße!

Nach der Rückkehr aus den Philippinen sind mittlerweile schon wieder knapp 3 Wochen vergangen. Das Semester – das allerletzte – hat mittlerweile auch schon wieder begonnen.

Vorletzte Woche waren zwei Verantwortliche aus Hildesheim zu Besuch. Es wurden die Details zur Masterarbeit, zu den abschließenden Prüfungen und zu den Abgabefristen geklärt. Wie es aussieht werde ich wohl um den 15. Juli zurück nach Deutschland kommen. Mit zwei frischen Abschlüssen! Ha! Bis dahin werde ich noch zwei Kurse zu den Themen Semantic Web und Image Retrieval besuchen und meine Masterarbeit zum Thema Author Name Disambiguation schreiben.

Wie es hier in Korea üblich ist waren wir mit den deutschen Verantwortlichen und Herr Kim zusammen beim Abendessen. Es gab Sashimi, also rohen Fisch. Der Fisch schwamm beim Betreten des Restaurants dabei noch mehr oder weniger fröhlich im Fischtank vor dem Restaurant. Dazu gab es verschiedene Beilagen, hauptsächlich weitere, teilweise unbekannte und seltsame Dinge aus dem Meer. Auch die „richtige“ Stäbchen Technik wurde wieder thematisiert. Herr Kim lobte die Art, wie ich die Stäbchen halte, da es die traditionelle und „richtige“ Art ist. Einer der deutschen Verantwortlichen wollte sich dann genauer Anschauen, wie ich die Stäbchen halte. Das war allerdings äußerst ungeeignetes Timing. Kurz davor hatte ich mir eine Art Muschel geschnappt, die unerwartet extrem harte Stücke im Fleisch und sonst auch eine sehr eigenartige Konsistenz hatte und deshalb in meiner zarten Kehle einen unerwarteten Würgereiz auslöste. Zum Kaschieren meiner Probleme habe ich mir die Hand, in der ich noch die Stäbchen hielt, vor den Mund gehalten. Genau in dem Moment wurde von einem der deutschen Verantwortlichen meine Stäbchentechnik aus kurzer Distanz analysiert. Die Stäbchen befanden sich dabei quasi direkt vor meiner sich unfreiwillig erschütternden Kehle. Der Vorfall wurde dann aber in beidseitigem Einverständnis wortlos totgeschwiegen.

An den Wochenenden war ich jeweils ein bisschen Feiern in der Stadt. Einmal mit Jae, Nadine und einer koreanischen Freundin von Nadine und einmal zusammen mit Jama. Beide Abende waren lang und lustig. Letztes Wochenende haben wir viele Briten getroffen, von denen einige in einer Hobbymannschaft Fußball spielen. Hauptsächlich Englischlehrer aus England oder Irland, aber auch ein paar Koreaner und andere Nationalitäten sind in der Mannschaft vertreten. Jeden Mittwoch treffen sie sich zum Kicken und ich habe direkt auch vorbei geschaut. Und es war super! Hat richtig Spaß gemacht nach 6 Monaten mal wieder gegen nen Ball zu treten. Es ist ne lustige Truppe die überraschend gutes Niveau spielt. Alle können kicken und es sind sogar einige richtig Gute dabei. Die restliche Zeit in Korea werde ich da wohl dabei bleiben. Morgen ist bereits ein Spiel – und ich bin auch dabei!

Zum Schluss noch ein paar wenige Bilder ohne großen Zusammenhang, welche in den letzten 3 Wochen entstanden sind.

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Weiter unterwegs auf den Philippinen (Teil 2)

Begrüße!

Hier der zweite Teil zum Urlaub auf den Philippinen. Diesmal mit gefühlt mehr Bildern als Text!

Nach der einen Nacht in Port Barton ging es nächsten Tag weiter in Richtung El Nido, quasi der Touristenhochburg auf Palawan.El Nido ist eine kleine Stadt, die vor allem wegen der Felsen, Buchten und Strände direkt bei El Nido und vor allem in der Bacuit Archipelago, welche in kurzer Zeit mit dem Boot erreichbar ist, bekannt ist. Leider ist es so beliebt, dass die komplette Wasserfront von El Nido so zugepflastert, dass es bei Flut quasi keinen Strand mehr gibt und die Hotels, Restaurants etc. quasi schon im Wasser stehen. Recht hübsch ist es aber auf jeden Fall trotzdem!

Nach einem ruhigen Tag nach der Ankunft hatte ich Sophie überredet auf einem der Felsen „wandern“ zu gehen. Es war dann aber eher Klettern im Dschungel. Die Felsen waren steil, scharf und irgendwie komplett anders als jede Art von Felsen, auf der ich zuvor wandern/klettern war. Die Aussicht auf dem Gipfel war dann auch richtig stark!

Einen Tag später hatten wir Insel Hopping gebucht. Quasi die Hauptattraktion in El Nido. Mit dem Boot werden Buchten und Strände angefahren. Die Buchten und Strände waren dann mindestens genauso schön, wie ich sie mir dank der Bilder auf Google Images vorgestellt hatte. Leider war es doch relativ touristisch und ziemlich gut besucht. Aber das war eigentlich nicht so wild. An den meisten Orten, an denen man mit dem Boot anhielt, konnte man gut Schnorcheln gehen. Das war wunderbar!

Am Abend nach dem Insel Hopping waren wir noch in einer Bar in El Nido. Dort haben wir Andre getroffen! Den übermäßig gesprächigen Deutschen, den ich zusammen mit Phil in dem Hostel in Seoul getroffen hatte. Er war 3 Monate in Asien reisen und verbrachte davon 5 Wochen in El Nido. Und er hat quasi wieder den ganzen Abend geredet. Unter anderem weiß ich jetzt dass der Tee in Taiwan besser und günstiger ist als in China! Und noch viel mehr!

Nach 5 Nächten in El Nido wollten wir dann weiter mit dem Boot nach Coron. Das war dann im Endeffekt der größte Fehler des Urlaubs! Es sollte 8 Stunden dauern. Über das offene Meer. Uns wurden Bilder von einem großen Boot mit komplett abgeriegeltem Innenraum und Sonnendeck gezeigt. Läuft, dachten wir. Das Boot war dann aber nicht viel größer als die, mit denen wir zum Insel Hopping gefahren sind (hier ein Bild). Im Endeffekt waren wir wegen Gegenwind 11 Stunden unterwegs. Auf einer unbequemen Holzbank. Bei der Fahrt auf die Welle sah man quasi nur Himmel. Bei der fahrt von der Welle nach unten sah man keinen Horizont mehr, sondern nur Wasser. Bei starken Wellen. Spätestens nach der Hälfte der Fahrt tat der Hintern wegen der Kombination aus Wellen und Holzbank unheimlich weh. Zudem war der Innenraum nur mit Planen abgeschlossen. Alle 5-10 Minuten bekamen wir wegen unserem Arschplatz also eimerweise Wasser ab, wenn einen Welle wieder ins Boot schwappte. Mit dem Fahrt und Gegenwind wurde das mit der Zeit dann doch recht kühl und sehr unangenehm. Nach 3 oder 4 Stunden Fahrt haben wir dann einen anderen Platz am Ende des Bootes gefunden. Dort wurden wir nicht mehr von vorne nass, sondern nur noch am Rücken. Immerhin! Ein Highlight war auch das servierte Mittagessen. Es gab kalten Reis mit kaltem Curry. Wegen den Wellen und dem Gegenwind wurde das Essen aber meist vom Löffel geblasen und im Boot verteilt. Wenigstens blieb das wenige Essen das es bis zum Ziel geschafft hat dann auch drin und Sophie und ich überließen das seekrank sein ein paar anderen auf dem Boot.

Am ersten Tag in Coron musste ich dann erstmal direkt zum Arzt. Ich war seit dem ersten mal Schnorcheln im Secret Paradise Resort nämlich quasi taub auf dem linken Ohr. In Coron gab es aber zu dem Zeitpunkt leider nur einen Arzt, die anderen waren auf einer Fortbildung. Und dieser Arzt war ein Frauenarzt. Ich saß also ca. 2 Stunden mit lauter schwangeren Frauen (und Sophie) im Wartezimmer. Der gute Mann hat mir dann ins Ohr geschaut und meinte es sei nicht entzündet. Obwohl ich meinte ich hätte keine Schmerzen hat er mir 2 Schmerzmittel verschrieben. Beide ohne Packungsbeilage und abgezählt. Eines davon ist im Großteil der Welt mittlerweile verboten und wurde früher als Ersatz für leichten Opium Einsatz eingeführt. Bitte was? Zusätzlich hat er mir noch ein Mittel gegeben um den Schleim bei einer Erkältung zu lösen. Grandios! Ich habe das Zeugs dann nicht genommen und quasi ausgehalten, bis ich zurück in Korea bin. Hier war ich mittlerweile bei einem HNO und alles ist wieder wunderbar. Ich kann Frauenärzte auf den Philippinen also nicht uneingeschränkt empfehlen!

In Coron waren wir dann wieder auf einer Insel Hopping Tour mit Schnorcheln und Co! Ebenfalls schön! Am Tag vor der Abreise waren wir noch bei den Maquinit Hot Springs außerhalb von Coron. Bei Außentemperaturen von über 30° war es irgendwie komisch in noch heißeres Wasser zu steigen.

Und dann war der Urlaub auch schon wieder vorbei! Über den kleinsten Flughafen, den ich jemals gesehen hatte – es gab noch nichtmal Metalldetektoren oder Gepäckscanner, alles wurde manuell durchsucht – ging es zurück nach Manila. Nachdem Sophie eingecheckt hatte musste ich noch 10 Stunden auf meinen Flug warten und war dann um 6 Uhr morgens zurück in Korea.

Zu guter Letzt noch ein paar Bilder, die ich beim Schnorcheln über den Urlaub verteilt gemacht habe. Ich hatte für die gute alte Digicam eine Hülle gekauft um Unterwasser Bilder machen zu können. Und ich war schon ein bisschen überrascht, dass das doch recht gut funktioniert hat!

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Unterwegs auf den Philippinen! (Teil 1)

Begrüße!

Nach knapp 3 Wochen auf den Philippinen bin ich seit Sonntag wieder zurück in Korea. Und es war wunderbar, kurz bevor es jetzt in den Endspurt des Masterstudiums geht!

Von Seoul aus ging es direkt in die philippinische Hauptstadt Manila. Und dort war alles nochmal komplett anders als im mittlerweile doch ein wenig vertrauten Korea. Die Stadt ist hektisch und laut, die Straßen sind voller Tricycles und unheimlich attraktiven Jeepneys und bei dauerndem Hupen gefühlte 24 Stunden verstopft. Die Gehsteige sind voll mit Menschen und diversen Ständen. Neben neutralen Gebäuden gibt es zahlreiche großteils heruntergekommene Kolonialbauten aus der Zeit der spanische Besetzung, weshalb es sich irgendwie eher nach Südamerika als nach Asien anfühlt (gegessen wird auch nicht mit Stäbchen, sondern mit den Händen oder mit Besteck). Der erste Eindruck wurde abgerundet von unzähligen Sicherheitsbeamten, die mit Waffen vor jeder Art von Geschäft standen. Die Feuerkraft war dabei anscheinend nach dem Wert im Geschäft gestaffelt: vor Banken zwei Securities mit Shotguns, vor einem Elektroladen lediglich ein Security mit Pistole. Zusammen mit den Geschichten über die „gefährlichen“ Philippinen und der in Manila allgegenwärtigen Armut erzeugte das nicht gerade ein Gefühl der Sicherheit. Dieses Gefühl erwies sich im Laufe der Zeit allerdings als völlig unbegründet. Wir hatten keinerlei Probleme in der Hinsicht und haben uns zunehmend sicherer gefühlt, nachdem der erste Kulturschock überstanden war und empfanden die Philippinen im Endeffekt sicherer als ihren Ruf. Unsere Aktivitäten in Manila beschränkten sich hauptsächlich auf Sophies Jetlag Ausschlafen sowie eine mehr oder weniger ziellose Stadterkundung zu Fuß, wodurch wir hauptsächlich in einem Park und in China Town gelandet sind.

Nach 2 Nächten in Manila ging es weiter mit dem Flugzeug nach Puerto Princesa. Die größte Stadt auf Palawan, der westlichsten Insel der Philippinen. Nachdem wir uns ein kleines bisschen an Manila gewöhnt hatten war Puerto wiederum komplett anders. Kaum Autos, kaum Jeepneys, fast nur Tricycles. Die Straßen großteils nicht geteert. Abgesehen vom Stadtzentrum kaum Beton- oder Steingebäude sondern fast ausschließlich Holz- und Bambushütten (sogenannte Nipa Huts). Insgesamt war Puerto aber viel weniger hektisch, irgendwie freundlicher und einladender als Manila. Nach einem Stadtrundgang wurden im Hostel die kommenden Stationen geplant und Unterkünfte gebucht, was sich als schwerer als geplant herausstellte. Da wir zur Hochsaison unterwegs waren, waren viele Unterkünfte ausgebucht. Oder nicht erreichbar, da die angegeben Nummern kein Netz hatten (Festnetz gab es für die kommenden Stationen so gut wie gar nicht mehr). Oder die Besitzer wussten nicht, wann die Gäste abreisen und wann wieder Platz ist.

Abends mussten wir nochmals in die Stadt. Auf dem Weg wurde ich von ein paar Locals zu einer Runde Basketball aufgefordert. Quasi direkt am Rand des Dschungels unter Palmen, auf einen selbst gezimmerten Korb. In Flip Flops auf dem unebenen Erdboden. Sie waren bedeutend besser als ich, aber wir hatten vielleicht trotzdem alle ein bisschen Spaß. Basketball war eh so etwas wie der Nationalsport – überall gab es selbst gebaute Körbe  und in größeren Städten auch richtige Plätze, die immer gut gefüllt waren. Vor dem Abendessen mussten wir in Puerto noch Geld abheben. So viel Geld, bis das Tageslimit erreicht war und die Kreditkarte nicht mehr wollte. Es sollte für 10 Nächte die letzte Station mit Bankautomat sein. Auch ganztägigen Elektriztät gab es für diesen Zeitraum nicht mehr.

Von Puerto aus ging es mit einem Van weiter nach Sabang. Sabang ist vor allem für den Underground River bekannt, quasi der längsten bekannten Höhle mit Wasser drin. Der Strand und die bergige Umgebung sind aber auch sehr schick! Sabang selbst ist ein kleines Dorf und besteht hauptsächlich aus Nipa Huts und direkt am Strand aus Unterkünften für Touristen.

Nach der Ankunft waren wir auf einer kleinen 2 stündigen Paddelboot Tour auf einem Mangroven Fluss, wobei wir Schlangen, komische Vögel, Warane und Affen gesehen haben. Zuletzt gab es noch einen kleinen Spaziergang durch den Wald selbst, wobei ein Guide ein Stück Holz aus dem Mangroven Wald mitgenommen hat. Besagtes Holz war voller Holzwürmer. Diese sind auf den Philippinen eine Spezialität. Sie schmecken angeblich wie Austern. Zurück an Land wurde das Holz mit einer Axt gespalten und die Würmer per Hand aus dem Holz gezogen. Mit den Zähnen des Holzwurms wurde das arme Tier aufgeschlitzt (mit den eigenen Zähnen! Richtig gemein!) und ausgenommen, der Kopf abgetrennt und dann mit Essig, Salz und Chilli Pulver zubereitet. Da ich nicht laut genug protestierte musste ich probieren. Er hat gar nicht so schlimm geschmeckt! Sehr holzig, aber das war ja irgendwie zu erwarten. You are what you eat! Da ich nicht komplett angewidert war hat Sophie ihn auch probiert und fand ihn ebenfalls besser als erwartet. Da wir aber dennoch nicht aufessen wollten freuten sich einige Kinder über ein Festmahl und verschlangen die Würmer mit breitem Grinsen im Rekordtempo.

Am nächsten Tag hatten wir das „Glück“ zum Underground River zu können. Man braucht dafür irgendeine Erlaubnis und die sind immer bereits 2 Monate im Voraus ausgebucht, weil der Fluss so grandios ist. Jemand von unserer Unterkunft konnte irgendwie dennoch eine Erlaubnis besorgen, weshalb wir uns den guten Fluss anschauen konnte. Im Endeffekt war es ein Fluss in einer Höhle. Und die meisten Höhlen sind halt doch einfach nur Höhlen. Meine Begeisterung hielt sich also in engen Grenzen und ich verstehe nicht, warum deshalb ein so großes Theater gemacht wird (er sollte sogar zu einem der New 7 Wonders of Nature werden…). Der Rest des Tages wurde am durchaus ansehnlichen Strand von Sabang verbracht.

Die nächste Station nach Sabang war eine Unterkunft mit dem klangvollen Namen „Secret Paradise Resort“ auf einer kleinen Insel, auf der es außer dem Resort nichts gibt und welche nur per Boot erreichbar ist. Nach knapp 5 Stunden welliger Bootfahrt auf einem kleinen 6 Mann Boot, teilweise übers offene Meer, waren wir dort und es war paradiesisch und ruhig und schön und alles! Man konnte Schnorcheln, mit dem Kajak zu nahe gelegenen Stränden fahren und Buchten paddeln, ein bisschen Wandern oder einfach nur in der Hängematte liegen. Die zwei Nächte, die wir dort gebucht hatten waren eigentlich viel zu kurz! Obwohl die Insel auf der sich das Resort befindet Turtle Island hieß habe ich beim Schnorcheln leider keine Schildkröten gesehen. Sophie hat das mit dem Schnorcheln auch versucht. Nach 5 Minuten war sie mit den Worten „mag ich nicht“ aber schon wieder auf dem Weg zurück zum Strand. Immer das gleiche..

Aus dem geheimen Paradies ging es wiederum per Boot in das nächste kleine Dorf, Port Barton. Die Bootfahrt führte wiederum vorbei an zig kleinen Inseln mit weißen Sandstränden. Einige davon waren von kleinen Fischerdörfern besiedelt, in welchen in kompletter Abgeschiedenheit wohl noch ein relativ traditionelles Leben geführt wird. Port Barton selbst war auch nicht besonders groß (ich möchte behaupten es ist nicht viel größer als Deuringen!) und wie Sabang extrem entspannt. Es gab dort einen Wanderweg durch den Dschungel zu einem Wasserfall, welcher uns von anderen Reisenden empfohlen wurde. Der Wanderweg führte vorbei an Feldern, die noch mit Ochsen gepflügt wurden. Nach einer knappen Stunde kamen wir zu einer Abzweigung zu einem Dorf, quasi mitten im Dschungel! Auf dem Rückweg kamen uns Schulkinder entgegen, die gerade aus Port Barton kamen und jeden Tag eine Stunde zu Fuß durch den Dschungel zur Schule und zurück müssen! Der Wasserfall selbst war dann schick, aber nicht so grandios, wie uns erzählt wurde. Man konnte aber ein bisschen Plantschen und von Felsen springen, was natürlich immer gefällt!

Die restlichen Stationen El Nido mit schönen Stränden und komischen Felsformationen sowie Coron auf Busuanga, wo wir jeweils 5 Nächte verbracht haben kommen dann im nächsten Teil. Der Eintrag ist nämlich jetzt schon zu lang.

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Urlaubszeit

Begrüße!

Nach dem der erste Teil der extrem anstrengenden Semesterferien überstanden ist, ist jetzt für den zweiten Teil Zeit für Urlaub! Morgen fahre ich zum Flughafen, nächtige dort in der Nähe um dann am Dienstagmorgen nach Manila auf die Philippinen zu fliegen. Das wird gar super! Bis Anfang März werden wir auf Palawan herumreisen. In dieser Zeit wird es auf dem Blog wohl auch keine Neuigkeiten geben. An manchen der Orte, zu denen wir reisen wollten, gibt es täglich nur für ein paar Stunden Strom..

Um dem Eintrag noch mehr Inhalt zu verleihen lade ich noch ein paar zusammenhangslose Bilder mit Kommentaren mit hoch! So nämlich!

Wie man am letzten Bild sieht gibt es vor allem kulinarisch immer wieder kleine Überraschungen. An Kuchen mit Stäbchen werde ich mich nie gewöhnen können.. Letzte Woche hatte wieder jemand im Büro Geburtstag. Diesmal gab es keinen Kuchen, sondern ein Mittagessen im Büro. Bei einem Lieferdienst wurden Pizza, Spaghetti, Chicken Wings und Co bestellt. Die Pizza Kreationen waren dabei sehr abenteuerlich. Kartoffeln, Bacon, Nachos und Sour Creme war zum Beispiel noch recht harmlos. Am verrücktesten war aber eine Pizza mit Garnelen, Mais, Kartoffeln. Und Blaubeeren. Mit gestampften Süßkartoffeln im Rand. Als Beilagen, also quasi als Kimchi Ersatz, gab es Essiggurken – das gibt es immer, wenn das Essen entfernt italienisch ist! Dafür gab es aber immerhin Gabeln für die Spaghetti.

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