Wochenendtrip nach Busan

Begrüße!

Nachdem wie berichtet der größte Stress vorbei ist war ich am Wochenende zusammen mit einigen Menschen vom Fußball in Busan. Busan ist die zweitgrößte Stadt Koreas und liegt direkt am Meer.

Der Vorschlag kam von Paul, er wollte dort seinen Geburtstag feiern. Als wir uns am Bahnhof getroffen haben waren alle da, bis auf Paul. Der Dulli war am Vorabend weg und hat deswegen verschlafen.

Wir sind also ohne ihn los und er kam dann mit einem späteren Zug nach. In Busan sind wir direkt zum Strand. Dort fiel uns relativ schnell eine Gruppe von ca. 5 Koreanern auf, die durch extreme Bräune und extrem kurze Speedos auffiel. Bis auf das Gesicht sahen die Jungs eher nach Brasilianern aus! Das ist sehr ungewöhnlich, da das allgemeine Schönheitsideal in Korea eher Blässe ist. Die meisten verstecken sich unter Sonnenschirmen oder großen Hüten, um keine Farbe zu bekommen. Einer aus der lustigen Bande fand sogar Speedos zu groß und trug dementsprechend einen Tanga und unter dem Tanga noch sehr gut sichtbar einen extrem knappen G-String. Insgesamt war das alles ein wenig bizarr. Wir haben uns davon nur bedingt beirren lassen, sind unserer Pflicht nachgekommen und haben direkt den Fußball ausgepackt. Keine 5 Minuten vergingen und die eben beschriebene Speedo Bande hat uns zu einem Spiel aufgefordert. Trotz anfänglicher Skepsis haben wir uns nicht zweimal bitten lassen. Aber ganz ehrlich! Wenn man einem Kerl im Tanga hinterher rennen muss, dann ist das ein sehr wenig schöner Anblick! Das Ziel des Spiel war es nicht den Ball über eine Torlinie zu befördern, sondern einen Stuhl zu treffen. Nach ca 30 bizarren, aber dennoch recht lustigen Minuten war das Spielchen dann vorbei.

Nach ein wenig Auszeit haben wir dann noch eine Runde Schiff gespielt! (Für Menschen die nicht auf dem Bolzplatz aufgewachsen sind: Der Ball muss aus der Luft ins Tor befördert werden und wenn man das Tor nicht trifft muss man selbst ins Tor). Bis auf mich waren nur Engländer dabei. Ihre Regeln waren trotzdem so gut wie identisch, was ich sehr amüsant finde! Auch der gute alte Arschbolz gehörte dazu! Als Paul, das Geburtstagskind, mit viel Verspätung endlich ankam durfte auch direkt mitspielen. Und bekam dann nach ca 3 Minuten den ersten Arschbolz! Herrlich! Wer beim Arschbolz nicht trifft wird zum nächsten Opfer. Meistens hatte man also 2-3 Popöchen zur Auswahl, wenn man einer der letzten war, der schießen durfte. 3 derart aufgereihte Engländer sind quasi wie Weihnachten und Ostern zusammen! Auch die restlichen Menschen am Strand zeigten großes Interesse. Ich hatte herrlich viel Spaß! Und da ich meine große Freude teilen möchte hier mein Höhepunkt des Wochenendes in bewegten Bildern:

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Nach dem Strand, einer Dusche und dem ein oder anderen Bier ging es Abendessen und dann zum Feiern. Das war durchaus interessant. Es war irgendein Motto in Busan, weshalb sehr seltsam verkleidete Menschen unterwegs waren (einige Transvestiten, oder zum Beispiel eine Koreanerin mit Charlie Chaplin Bart, der aussah wie ein Hitlerbart). Nach ca 5 Bars und Clubs waren wir noch Gamjatang essen und nochmal kurz für den wenig aufregenden Sonnenaufgang am Strand.

Den nächsten Tag haben wir dann wieder hauptsächlich am Strand verbracht. Zusammen mit Paul war ich dann noch an einem Tempel direkt am Meer (die anderen blieben am Strand). Der Tempel und die Umgebung waren an sich schon sehr hübsch, aber leider vollkommen überlaufen. Man musste alleine knapp 30 Minuten in einer Schlange stehen, bis man überhaupt zu den Tempel Gebäuden kam. Und auch dort war alles überfüllt mit Menschen. Quasi direkt nach dem Tempel sind wir wieder zurück nach Daejeon.

Seit heute weiß ich auch endgültig wann ich nach Deutschland zurückkommen werde! Am ersten Juli! Es ist also noch nicht mal mehr ein ganzer Monat! Bis dahin werde ich wohl noch für circa eine Woche nach Japan fliegen. Zuerst nach Tokyo und wenn alles klappt noch den Mt. Fuji besteigen.

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Eine Antwort auf Wochenendtrip nach Busan

  1. Hondsen sagt:

    Kannst Du mir den Youngster mit dem Kanisterschädl mitbringen…find ich knuddelig.

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