Karaoke im Stundenhotel

Begrüße!

Wie angekündigt waren wir am gestrigen Samstagabend beim Karaoke. Davor waren wir noch Essen. Es gab Schweinefleisch mit Reis. War ok, das Fleisch aber leider ein wenig sehr fettig und irgendwie nich so geil. Danach noch in einen Supermarkt, wieder zurück zum Wohnheim und dann endlich los. Immer und überall musste auf irgendwen gewartet werden. Skandalös!

Karaoke funktioniert hier ein wenig anders, als man das aus Deutschland kennt. Es gibt nicht eine Bar, in die man geht und in der dann jeder mal singen darf. Man mietet hier mit seinen Freunden einen Raum und kann dort dann ungestört vor sich hinbrüllen und kreischen. Der Raum war sehr liebevoll eingerichtet. Mit Dinos. Und Teddis. Und einem Bett. Und einem Vorhang. Gut möglich, dass das ein flexibles Geschäftsmodell ist und die Räume nicht nur zum Karaoke gemietet werden können (woaßt scho!). In dieser kuschligen Atmosphäre ging es dann los mit der Vergewaltigung von Klassikern wie „I will survive“, neuartigem Ohrenkrebs wie Lady Gaga oder auch von chinesischen und japanischen Unbekannten.

Irgendwann wurde dann entschieden, dass man die Schuhe ausziehen soll. Das ist hier in Korea absolut üblich und wird zum Teil auch in Restaurants gemacht. Blöd nur, dass MC Smelly Feet auch am Start war. Eine namentlich nicht bekannte Person nahm das mit der Fußhygiene nicht so genau. Und direkt fiel das Atmen schwer! Zum Glück hat MC Smelly Feet das selbst gemerkt und nach wenigen Minuten seine Schuhe als einziger wieder angezogen. Glück gehabt! Vorerst.

Aus dem Singsang habe ich mich dann erstmal vornehm rausgehalten und auf meine Art und Weise Spaß gehabt (hauptsächlich Böse schauen). Früher oder später musste ich meine Comfort Zone dann dennoch verlassen und auch singen. Tribute von Tenacious D wurde im Songbuch gefunden und eingetippt. Das kannte keiner außer mir. Und ich kenne es auch nicht so gut wie ich dachte. Es gab also den ein oder anderen Hänger. Aber das macht nichts. Mein „werde-nicht-ausgelacht“ Ziel konnte wieder erfolgreich erreicht werden. Glaube ich. Damit war ich dann zumindest aus dem Schneider und musste nicht mehr singen.

Der Abend nahm dann seinen Lauf. Gegen Ende beschloss MC Smelly Feet, dass er sich gerne auf das Bett legen würde. Gut erzogen wie er ist, der MC Smelly Feet, hat er dafür zu unser aller Missfallen seine Schuhe wieder ausgezogen. Und wiederum fiel das Atmen schwer! Ich habe mich dann einfach für das ein oder andere Bier an die Bar verzogen. Das Bier hier schmeckt ähnlich wie das amerikanischen Bier sehr stark nach Wasser. Aber immerhin besser als Füße!

Morgen geht es dann zum Rafting! Nach dem Erlebnissen im Waterpark bin ich allerdings skeptisch, ob da ein richtiges Abenteuer aufkommen wird.

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7 Antworten auf Karaoke im Stundenhotel

  1. Dinos sagt:

    Mein lieber Junge,
    ich mach mir Sorgen um dich. Wastreibst du denn so alles inKorea?(hab es gefunden)Haben sie dir Drogen gegeben, dass du gesungen hast? In fremden Ländern ist das üblich,sei dir der Gefahr bewusst. Hatte das fürsorgliche, pädagogisch geschulte
    Personal im Wohnheim am Samstagabend frei? Oder ward ihr um 23 Uhr im Bett? Du scheinst dich inzwischen sehr gut eingelebt zu haben, auf dem Gruppenbild erkenne ich nur mit Mühe Langnasen. Sei bitte weiterhin vorsichtig und beachte sich anbahnende Gefahren. Und beachte morgen beim Rafting alle Sicherheitsvorkehrungen.
    Deine sich in Sorge verzehrende Mutter

  2. Hondsen sagt:

    Hallo Knut,

    Also den Bildern nach, waren Waterpark und Karaoke doch richtige Abenteuer…

  3. Kennst sicher schon 😉

    • Basti sagt:

      Hehe! Klassiker! Aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Vereinzelt sieht man schon Leute über 1,80m.

  4. Lubos sagt:

    Hi Basti:-)
    ich muss lachen was du da so erlebst…die Leute da sind einfach ein bisschen anders. Und wie du es so schreibst:-)
    Auf jedem Fall super, dass du gut eingereist bist und, dass wir deine Erlebnise lesen konnen.
    Viel Spass noch und servus.
    Lubi

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