Tour an der Nordostküste Koreas (Teil 1)

Begrüße!

Nach einer 6 tägigen Tour an der Nordostküste ging es gestern wieder zurück nach Daejeon. Am Mittwoch war hier in Korea Chuseok, das Erntedankfest, und deshalb waren Montag bis Mittwoch an der Uni frei. Zusammen mit den deutschen Frauen, Clara, Nadine, Zadaf, so wie deren Bekanntschaft aus Seoul, dem Koreaner Sean, hatten wir ein von Freitag bis Mittwoch ein Auto gemietet.

Am Freitag gegen Mittag ging es los, nach einer Nacht in einer Pension im nirgendwo ging es in der Nähe von Samcheok in eine Tropfsteinhöhle. War gut. Aber halt eine Tropfsteinhöhle. Und die sind halt schon alle ein wenig ähnlich. Am besten hat mir der Weg durch die Berge zur Höhle gefallen.

Das Ganze hat dann leider ein wenig zu lange gedauert und wir hatten keine Zeit mehr, den Penis Park mitzunehmen. Der ist zwar in der Nähe von Samcheok, aber wir wären vor der Dunkelheit nicht mehr hingekommen. Im Penis Park gibt es Penisse in allen Größen, von klein bis 3-4 Mann lang. Die Geschichte dahinter ist sogar noch toller, als die Penisse selbst! Nahe einem Fischerort nahm sich eine Jungfrau das Leben, indem sie sich im Meer ertrank. Danach wurden nicht mehr genug Fische gefangen. Pfiffig wie sie waren, die damaligen Fischer, kamen sie recht bald auf die Erklärung für dieses Phänomen: die Jungfrau hatte einen Fluch ausgesprochen, weil sie als Jungfrau sterben musste. Um sie zu besänftigen wurden ihr viele, viele, große, kleine, krumme, gerade, vollendete und hässliche Penisse erbaut. Dass sie auch endlich mitreden kann. Und sich nicht mehr so viele Gedanken um das Verfluchen machen muss. Fische wurden dann auch wieder mehr gefangen! Das muss ich mir in meiner Zeit hier auf jeden Fall noch anschauen.

Anstelle des Penis Parks waren wir dann in der Nähe von Gangneung an der Küste, an der 1992 25 nordkoreanische Spione mit einem U-Boot nach Korea eindringen wollten, um Informationen über das südkoreanische Militär zu sammeln. Von den 25 Spionen hat einer überlebt. Die anderen wurden von südkoreanischen Soldaten oder von ihren eigenen Kameraden getötet oder haben sich selbst umgebracht. Wenn man denkt, dass hier 2002, also 10 Jahre danach, die WM statt fand, dann ist das schon ein wenig gruslig. An der Stelle gibt es nach wie vor einen Militärstützpunkt und die Küste ist noch Großteils mit Stacheldraht abgesichert. Neben dem U-Boot gab es noch ein ausgestelltes koreanisches Kriegsschiff und ein Museum. Das war bestimmt sehr interessant, aber leider nur auf koreanisch.

Am Abend ging es dann weiter nach Gangneung. Dort gab es Luxus im Hotel mit richtigen Betten. Das erste und letzte Mal während des Trips. Am Abend waren wir in einem Club feiern. Die Koreaner haben sich zum Tanzen immer in Reihen aufgestellt und dann in einer Choreographie getanzt. Wie in diesen schlechten Musikvideos! Es gab sogar einen Antänzer. Er wurde von meinen mitreisenden Frauen sehr bewundert. Neben dem Antänzer gab es noch einen richtig guten Koreaner mit FC Bayern Kutte! Auf der Kutte stand sogar „Mia san mia“ und „Rekordmeister“. Ich lachte herzlichst! Ich wollte unbedingt ein Foto mit ihm machen. Als ich ihn für das Foto umdrehen wollte, damit er mit dem Rücken zur Kamera stand fand er das nicht so witzig. War auch ein bisschen grob von mir. Geb ich ja zu. Er sieht auch nicht so glücklich aus auf dem Foto.

Den Tag nach dem Feiern waren wir am See in Gangneung mit so einem Touri Fahrrad unterwegs und danach noch am Strand. Feini! Anschließend stießen noch 2 weitere koreanische Freunde von Zadaf, Edward und Vega, dazu. Mit denen sind wir dann essen gegangen. Ich wollte Fisch. Das war ein Fehler. Wir sind ein sehr interessantes Etablissement gefahren. Wie bei vielen Fischrestaurants schwimmen die Fische in großen Behältern vor dem Restaurant noch lebendig durch die Gegend. Und alles wirkt sehr schmuddelig. Man sucht sich etwas aus und der Fisch kommt frisch tot auf den Tisch. Gegrillt oder roh. Gegrillten Fisch finde ich ja eigentlich super. Aber der war einfach nur komisch und muffig und ich konnte ihn kaum essen. Die Fische waren teilweise auch nicht ausgenommen, manche waren inklusive Fischeier gegrillt. Nich so meins. Auch die für Koreaner (es waren ja mittlerweile 3 Koreaner dabei) anscheinend obligatorischen Trinkspiele am Abend waren nich so meins. Die sind zwar sehr facettenreich, aber dennoch dämlich. Bier trinkt man, weil es schmeckt und nicht weil man verliert! So nämlich! Und nich anders.

Den zweiten Teil mit Bildern und weniger Text stelle ich die Tage rein. Jetzt geht es dann in die Haia.

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9 Antworten auf Tour an der Nordostküste Koreas (Teil 1)

  1. Hondsen sagt:

    Lustiger Bayern Typ! Ich hoffe du konntest ihn überzeugen die Kluft gegen ein seriöses BVB-jäckchen zu tauschen?

    Grüße Honds

    • Max Großmann sagt:

      Honds Ruhe

    • Basti sagt:

      Ich konnte ihm ja noch nichmal erklären, warum ich ein Foto von ihm, beziehungsweise seiner Kutte, wollte. Deswegen konnte ich ihm auch die Feinheiten des Fußballs nicht erklären, weshalb er bei seinem unseriösen FCB-Jäcken blieb.

  2. Dino sagt:

    War der koreanische Bayernfan tatsächlich fast so groß wie du oder hast du ihn auf ein Podest gezwungen?

    • Basti sagt:

      Ja, der war wohl nicht viel kleiner als ich. Ab und an gibt es auch hier Ausreißer nach oben!

  3. Pingback: Tour an der Nordostküste Koreas (Teil 2) | Bastis Korea Blog

  4. Alfi sagt:

    Fc bayern!!!

  5. Wyzi D sagt:

    Klasse Mädels… immer schön weit weg setzen – den Knut vom Lenkrad!
    Selbst beim Nebeneinandem (kleiner Insider).

    Ach nochwas… irgendwann wirst auch du Herr K ein Smartphone besitzen

    • Basti sagt:

      Anstelle mit der Clara, der Frau mit Sonnenbrille, würdest du viel lieber mit mir fahren! Die Gute ist eine Heimsuchung und baut sowohl mit Nebeneinandem als auch mit Einkaufswagen Unfälle. Eine Heimsuchung!

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