Der Stundenplan und ein koreanisches Handy

Begrüße!

Diesen Dienstag gab es ein Treffen mit Herr Kim und 2 Dozenten der Universität Hildesheim, die zu einem Kurzbesuch hier in Korea waren. Ich habe jetzt pro Woche 2 Kurse à 3 Stunden (Software Engineering und ein Kurs über den wirtschaftlichen Aufstieg Koreas von einem der ärmsten Länder der Welt zu einem der reichsten 20 in nur 60 Jahren) und das Praktikum bei Kisti, wobei das Praktikum mindestens einen ganzen Tag (also 8 Stunden) pro Woche ist. Für das zweite Semester hier sind dann nur noch 2 Kurse à 3 Stunden in der Woche geplant. Und die Masterarbeit. Da 2 Kurse doch recht wenig sind werde ich also meine Masterarbeit wohl doch hier schreiben und nicht wie geplant noch für ein Semester nach Hildesheim zurückkommen. Schon ein bisschen traurig!

Und wir haben wieder mal versucht ein Handy mit einer Prepaid Karte zu bekommen. Das hatten wir bei mindestens 5 verschiedenen Läden versucht, aber uns wurde immer mitgeteilt, dass das nur mit einer Alien ID Card ginge, welche wir erst in einem guten Monat erhalten werden. Als Joker kam diesmal aber wieder Herr Kim mit. Diesmal ging es ohne Ausweis, ohne Alien ID, ohne Bürgschaft, ohne alles. Die meisten Menschen in den Handyläden wissen hier wohl selber nicht Bescheid. Im Endeffekt hätten wir nur nach „Dschadschepon“ (Charge Phone) fragen müssen. Glaube ich. Es hat zwar eine gute Stunde gedauert, bis sie es geschafft haben die SIM Karte in Nadines iPhone zum Laufen zu bringen, aber immerhin! Man konnte uns auch nur circa Werte über die Preise für SMS, Telefonieren und Datentransfer mitteilen, aber wir sind jetzt mobil! Zu welchem Preis finden wir dann schon noch raus.

Mein alter Knochen von Mobiltelefon wurde leider nur belächelt und für das koreanische Netz für untauglich erklärt. Schweren Herzens musste ich mir also ein neues Mobiltelefon zulegen. Bei der Frage nach dem billigsten wurde mir ein „Smatepon“ von Samsung im Einheitslook vorgelegt. Ein Samsung Nexus S. Für 70€. Ohne Verpackung, ohne Betriebsanleitung, ohne Rechnung und ohne Ladekabel, dafür aber mit zweitem Akku. Von welchem Laster es gefallen ist ist mir egal, der Preis ist super! Glaub ich.

Amüsant war es gestern auch bei Costco. Das ist eine amerikanische Version von Metro hier in Korea. Wir hatten gehofft, dass es dort westliches Essen für günstiges Geld gibt. Die Packungen waren allerdings dann doch viel zu groß und die Preise waren großteils nicht so viel günstiger als im normalen Supermarkt. Vor allem Käse, Wurst und Co dort auch unbezahlbar. Dafür gab es 15 Minuten Massagestuhl umsonst! Es fühlte sich zwar teilweise an, als würde man von einem groben, aber sehr gutmütigen Gorilla massiert werden, aber für umsonst war es dann doch ganz nett!

Und es gab ein kleines amerikanisches Fast Food Restaurant bei Costco. Dort gab es Pizza, Hot Dogs und co. Für mich gab es fettige amerikanische Pizza. Die vielen  Koreaner vermissen dort anscheinend die vielen Beilagen wie Kimchi und Rettich, die es hier normalerweise immer gibt. Deswegen hat sich wirklich jeder Tisch einen Teller voller gehackter Zwiebeln geholt, welche eigentlich als Hot Dog Belag gedacht sind – nicht nur ein bisschen, die Teller waren gehäuft voll. Auf die Zwiebeln kam dann je nach persönlichem Gusto eine Kombination aus Ketchup, Tabasco, Senf und gehackten Essiggurken. Nach gründlichem Vermischen wurde der Gaumenschmaus dann genüsslich gelöffelt. Mahlzeit!

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7 Antworten auf Der Stundenplan und ein koreanisches Handy

  1. Dina sagt:

    Freut mich,dass Du jetzt wieder erreichbar bist- und jetzt arbeite endlich und lass Dich nicht immer nur bespaßen.

  2. Dina sagt:

    Arms Biable!
    Geht Dir unsre Wurscht ab! Verstehe ich gut. Ich hab schon nach 5 Tagen in China nach einem Leberkäs gelechzt. Werd mich mal erkundigen ,wie teuer ein kleines Päckchen mit Wurst-und Fleischkonserven von der Metzgerei Schmid kommt. Teurer als das Minipaket mit Weihnachtsloible nach Norwegen kann es kaum werden. Machs gut

  3. Victor sagt:

    Oh yes Baby!! Mach ma n Foto von deinem Smartphone, haha – Basti und n Smartphone, ist nicht zu glauben… Macht mich übrigens auch ein bissl traurig, dass du wohl kein Semester mehr in HI sein wirst :( Aber vorteilhafter ist das natürlich für dich, also GUT! :-) LG

  4. Max Großmann sagt:

    Zäs Knut
    … Gute Bleibe hast da gefunden – sicherlich bequemer als in der Studenten-WG. Heßt also … nächstes Ziel „unbekannt“, wenn nicht mehr zurück in Norden gehst?

    Gruß Wäsi

    Mir werden das übrigens zu viele Dortmunder in der Nationalelf 😉

    • Basti sagt:

      Jo, das nächste Ziel ist unbekannt. Stand jetzt werde ich nach Korea wohl nach Deuringen zurückkommen und dann nach einem Job suchen. Mal schauen, wie es dann kommt!

      Sei froh, dass der Schmelle verletzt war! Sonst wären es wohl mehr Dortmunder als Bayern Spieler gewesen! 😀

  5. Dino sagt:

    Hallo Basti!
    Schön, daß du immer wieder was Neues von Dir hören läßt.
    Das mit den Zwiebeln erinnert mich doch sehr an Las Vegas- one feet hot dog- weißt du noch, die lapprigen Weißbrote haben wir doch mit genau den gleichen Beilagen aufge-
    füllt.
    Wenn Du jetzt wirklich erreichbar bist, dann laß uns deine Nummer wissen.
    Grüße vom Dino.

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